Die besseren Pop-ups: "Exit Intents" ("Ausstiegs-Absichten") erkennen und nutzen

Pop-up-Fenster. Lesen Sie nach diesem Einstieg überhaupt weiter? Denn auch wenn diese häufig eingesetzte Technik unter Marketingfachleuten als effektiv gilt1, ist wohl fast jeder Website-Besucher davon "genervt". Seit März habe ich deshalb auf MUNDPROPAGANDA.net mit einer Systematik experimentiert, die diese "plötzlich" auftauchenden Fenster durch Berücksichtigung von Kontext weniger störend und damit effektiver machen sollte: Wiederkehrende Besucher wurden erkannt, gezielt mit "Willkommen zurück!" begrüßt und auf die Möglichkeit, mir per Newsletter oder sozialen Medien zu folgen, hingewiesen (mehr im Artikel).


Das neue Pop-up Overlay auf MUNDPROPAGANDA.net

Mit Hilfe von Google Analytics konnte ich anschließend prüfen, wie oft das Pop-up erschienen ist und wie häufig damit interagiert wurde. Nach sechs Monaten ist das Ergebnis mit einer Konversionsrate von 6% ernüchternd: Auch wenn nur wiederkehrende Besucher angesprochen wurden, bei denen ein echtes Interesse an meinen Inhalten angenommen werden konnte und bei denen daher die Wahrscheinlichkeit ungleich höher war, dass sie den Newsletter abonnieren würden, löst die Beschränkung auf diese Zielgruppe nicht das Grundproblem: Der Besucher wird bei einer wertvollen Interaktion gestört, nämlich daran, zuvor aktiv ausgewählte Inhalte zu konsumieren, und zudem noch unaufgefordert zu einer Entscheidung genötigt (ja/nein).

Das Verlassen der Website erkennen und nutzen

Es wurde also Zeit für eine Überarbeitung: Statt des Kontextes "wiederkehrender Besuch" erkennt das System jetzt, ob der Besucher MUNDPROPAGANDA.net verlassen will - genauer, dass der Mauszeiger nach einer gewissen Zeit den Bereich der Website in Richtung Lesezeichen und Adresszeile verlässt. Erst dann wird das Pop- up-Fenster nur mit dem Verweis auf den Newsletter und nicht mehr auf die sozialen Netzwerke ausgelöst - und das auch nur einmal pro Besucher.

Der Effekt: Ausgewählte Inhalte werden erst nach der Betrachtung oder Bewertung durch den Besucher verdeckt. So wird das Fenster als weniger aufdringlich wahrgenommen, befindet sich nicht mehr "im Weg" und erzwingt somit auch keine Entscheidung. Hinzu kommt noch ein Überraschungsmoment - eine Einblendung beim Verlassen der Seite ist ungewöhnlich und der Besucher, der sich eigentlich schon gedanklich von MUNDPROPAGANDA.net abgewendet hatte, wird noch einmal auf die Seite und ihre Inhalte aufmerksam gemacht.

War dieser Artikel interessant für Sie? Dann würde ich mich freuen, wenn Sie nun tatsächlich Ihren Mauszeiger zur Adresszeile Ihres Browsers bewegen, das "Exit-Intent-Pop-up-Fenster" auslösen und meinen Newsletter abonnieren! Natürlich implementiere ich die Technik auch gerne auf Ihrer Website.

Kontakt

  1. unbounce.com: "Are Email Subscription Pop-ups Worth The Risk?"

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